Höhenglücksteig — drei Jahre, vier Begehungen
26.03.2012
Der Höhenglücksteig in der Hersbrucker Schweiz ist bei uns zur Tradition geworden: einmal im Jahr fahren wir hin. Dieser Bericht fasst die Begehungen von 2012 bis 2014 zusammen.
Drei Jahre, vier Begehungen an einem der schönsten Mittelgebirgsklettersteige
Der Höhenglücksteig in der Hersbrucker Schweiz ist bei uns zur Tradition geworden: einmal im Jahr fahren wir hin. Angefangen hat es 2012 mit einem Schnupperkurs, seitdem sind wir jedes Frühjahr wiedergekommen. Dieser Bericht fasst alle Begehungen zusammen — die Beschreibung der Abschnitte gilt für jede davon.
Ein guter Ausgangspunkt für diese Klettersteigtour liegt auf halbem Weg zwischen Hegendorf und Neutras.
Der Höhenglücksteig setzt sich aus drei (mit Erweiterung vier) Abschnitten zusammen
Abschnitt 1, der längste der drei Abschnitte, ist bis auf wenige Einzelstücke noch leicht begehbar. Da er im Gegensatz zu den beiden anderen Abschnitten auch nicht sonderlich hoch ist, bietet er sich gut zur Eingewöhnung an. Praktisch dabei ist, dass sich einzelne Teile auf einem Wanderweg umgehen lassen. Abschnitt 1 startet mit einem Kamineinstieg, welcher über Tritteisen gut begehbar ist, und endet am Fuße des Lug ins Land (Luginsland, oder auch Kreuzfelsen genannt). Auf dieser 600 m hohen Anhöhe hat man vom Gipfelkreuz eine schöne Aussicht, u. a. zur Burg Hohenstein. Zu erwähnen ist auf alle Fälle das wohl schwerste Stück des gesamten Klettersteiges, das Wittmann-Brettl. Es ist als Kategorie E eingestuft und liegt zwischen den Teilstücken „im Winkel" und „Quergang". Dieses Teilstück sollte ebenso wie Abschnitt 3 nur bei guten Bedingungen und auch nur von erfahrenen Klettersteiggehern begangen werden.
Abschnitt 2, welcher ebenso wie Teil 1 meist horizontal verläuft, ist zwar einiges kürzer, führt dafür aber in etwas höhere Gefilde. Vorbei am Petrus, einem Felsturm, welcher dem 2. Abschnitt auch seinen Namen — Petrusbrettl — gab, geht es am Ende durch einen höhlenartigen Kamin (Frankenkammer) zum Endpunkt des 2. Abschnittes hinab.
Abschnitt 3 gilt als schwierigster Teil — er erfordert Kraft und Ausdauer. Über eine glatte Einstiegswand geht es über schwierige Teilstücke, welche nicht nur kraftraubend sind, sondern auch eine gewisse Reibungstechnik erfordern. Im Fall des Falles kann man diesen Teil über einen Notausstieg verlassen. Für diesen Abschnitt wird eine Gehzeit von 30 Minuten angegeben. Belohnt wird die Mühe auf der Aussichtsplattform mit Blick zum Prellstein.
Der Einstieg zum oben erwähnten 4. Abschnitt befindet sich in Hirschbach im Gasthof „Goldener Hirsch". Neben preiswerten Speisen gibt es hier auch frisches Fassbier aus der Region.
2012 — Kletterkurs-Schnuppertag mit dem DAV Summit Club
Bei bestem Wetter trafen sich 24 Teilnehmer, welche der Einladung von DAV Summit in Kooperation mit adidas Outdoor und via-ferrata.de gefolgt waren, in Neutras zum Kletterkurs-Schnuppertag am Höhenglücksteig. Mit dabei die minimulis.
Nach der Begrüßung durch die bestens gelaunten DAV-Bergführer wurden wir in drei Gruppen eingeteilt. Hier erfolgte eine gründliche Einweisung in die Ausrüstung und die speziellen Sicherheitskriterien bei der Begehung von Klettersteigen. Um das Gelernte gleich in die Tat umzusetzen, durften wir zunächst im Bambiniparcours etwas üben. Nach diesem Vorgeschmack waren wir für den ersten Teil des Klettersteigs gewappnet.
2013 — Revival mit Rad und Fuß
Abschnitt 2 Höhenglücksteig
Nachdem wir im vergangenen Jahr schon einmal den Höhenglücksteig gegangen waren, verschlug es uns nun ein weiteres Mal hierher. Dieses Jahr sind wir den Steig zusammen mit Magda und Andreas vom Blog Rad und Fuß angegangen, die wir beim Bergfreunde-Bloggertreffen im Zillertal kennengelernt hatten. Leider zeigte sich der Mai aber eher von seiner Aprilseite, sodass wir den 3. Abschnitt auslassen mussten.

2014 — Auf ein Neues
Inzwischen ist es Tradition geworden, einmal im Jahr den wohl schönsten Mittelgebirgs-Klettersteig Deutschlands zu gehen. In diesem Jahr ging die Initiative von Ralf von via-ferrata aus. Über Facebook fragte er, wer Lust hätte, sich dieser Herausforderung zu stellen. Petra und Martin vom Blog JepperMTJ und Stefanie von Gipfelglück, welche dann leider kurzfristig absagen musste, sagten spontan zu. Vor Ort stießen dann auch noch Doreen und Tim zu unserer Truppe hinzu.